Kreistag der Leichtathleten
  10.03.2019 •     Presse


Obervorschütz. Einstimmig als Vorsitzender bestätigt wurde Joachim Bauer (Schwalmstadt) auf dem Kreistag der Leichtathleten in Obervorschütz. Der pensionierte Dozent der Erziehungswissenschaften ist bereits seit 1999 im Amt. Stellvertreter bleibt Hans-Jörg Engler (Melsungen). Karlo Seck (Steinatal) ist Sportwart und Konstantin Abermet (Remsfeld) kümmert sich weiterhin um die Jugend. Gemeinsam mit Bauer führt Markus Ihme (Zennern) die Kasse und hat zusätzlich die Statistik übernommen. Heinz Richter (Gensungen) bildet weiterhin die Trainer aus. Neu im Vorstand ist Martin Herbold (Homberg) als Schriftführer.

„Mit dem Leistungsbild unserer Athleten können wir dank der starken Werfer durchaus zufrieden sein“, sagte der alte und neue Kreisvorsitzende. Die Anzahl der Athleten sowie der Kampfrichter sei durchaus positiv zu bewerten. Allerdings: In den Vereinen zeichnet sich ein Mangel an Trainernachwuchs ab. Zudem konnten einige Vorstandspositionen nicht besetzt werden. Diese sei indes kein alleiniges Problem der Leichtathleten.

Groß war die Anzahl der Ehrengäste. Unter ihnen HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke (Alsfeld). Diese betonte die hervorragende Organisation der Leichtathletik im Schwalm-Eder-Kreis. „Hier haben wir bereits Hessische- und Deutsche Meisterschaften durchgeführt“. Zudem wies Wolf-Blanke auf die Einführung der neuen HLV-Homepage hin. „Für alle Kreise seien Zugänge bereitgestellt und Grundseiten eingerichtet. Diese müssten jetzt mit individuelle Inhalten gefüllt werden“. Weiterhin werde eine allgemeine Startpasspflicht vorbereitet, da die Datenschutzgrundverordnung der EU zu einer großen Verunsicherung geführt habe, sagte Wolf-Blanke.

Viel Lob gab es von Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner für den TSV Obervorschütz. Dieser stehe beispielhaft für alle Vereine, die das Fundament des gesellschaftlichen und sozialen Lebens in der Stadt seien. Börner vergaß nicht, die eigenen Anstrengungen zu würdigen. „In 2018 hat die Stadt die Vereine mit direkten und indirekten Zuschüssen von über 100 000 Euro gefördert“, sagte der Rathauschef. Gute Nachrichten brachte Ulrich Manthei vom Sportkreis mit und wies insbesondere auf die Info-Veranstaltungen für Fördermöglichkeiten sowie zum Datenschutz hin. In einem Grußwort stellte Klaus Hildebrand den TSV Obervorschütz vor, der in Hessen eine bekannte Adresse für Laufveranstaltungen sei.

Die sportlichen Aktivitäten und Erfolge standen im Mittelpunkt der Berichte der Fachwarte. Bei 34 Veranstaltungen waren 5021 Athleten auf den Beinen. Mehr als 50 Platzierungen in der deutschen Bestenliste, dazu fünf deutsche und süddeutsche Titelträger sowie 18 Landes-Meisterschaften spiegeln das Leistungsbild der heimischen Athleten wider. Basilius Balschalarski (TB) als Deutscher Meister im Fünfkampf der M 70 sowie Jutta Pfannkuche (MT) als Senioren-Weltmeisterin im Hochsprung der W 60 und Fabian Feldmann (RE) als süddeutscher Meister im Diskuswerfen der U 18 erzielten die herausragenden Platzierungen.

Lutz Großmann (Remsfeld) sowie Karlo Seck (Steinatal) erhielten Ehrennadeln des Hessischen sowie des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Mit viel Applaus verabschiedeten die Delegierten Waldemar Scholz (Borken) und Reinhold Jäger (Lendorf) für ihre jahrzehntelange Mitarbeit im Leichtathletik-Management.

Kontrovers diskutiert wurde eine angekündigte Änderung seitens der HNA in der Berichterstattung sowie ein Vorschlag von Alwin Wagner, die in Kasseler Vereinen aktiven Athleten aus der heimischen Sportberichterstattung herauszunehmen.        (zct)