Saisonbilanz 2021
  05.01.2022 •     Kreis Schwalm-Eder , Presse


Schwalm-Eder - Trotz einer durch Corona verursachten Rumpfsaison mit nur wenigen Veranstaltungen und Titelkämpfen erkämpften die Leichtathleten des Schwalm-Eder-Kreises in 2021 zwei deutsche Meisterschaften sowie 19 hessische Meisterwimpel. Noch immer bleibt die Jugend die tragende Säule in der olympischen Kernsportart. Zudem sammelten die Senioren kräftig Edelmetall. Dagegen gibt es bei den Männern und Frauen nur wenige Lichtblicke.

Vivian Groppe ist der Shootingstar der Szene. Mit dem Sieg in 24,12 Sekunden über 200 Meter der weiblichen Jugend U 18 bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft in Rostock lenkte die 17-Jährige aus Beiseförth einmal mehr die Blicke der Elitetrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf sich. Dieses könnte bei einer weiteren positiven Entwicklung unter Trainer Alwin Wagner bereits das Sprungbrett für eine DLV-Nominierung zur U 20-Junioren-WM Anfang August in Cali/Kolumbien sein. Angedeutet hatte sich dieser Erfolg bereits drei Wochen zuvor mit dem Sieg über 100 Meter (12,18 s) bei den süddeutschen Titelkämpfen in Walldorf/Baden.

 Im Hammerwerfen gehört Merle Tetem (ESV Jahn Treysa) die Zukunft. Die Enkelin von Zehnkämpfer Hans-Jürgen Hentschke hat sich als Ranglisten-Achte (3 kg/56,70 m) bereits in den Top-Zehn des DLV festgesetzt und könnte dieses bei einem weiteren Kraftzuwachs in diesem Winter bei dem jetzt anstehenden Übergang auf das Vier-Kilogramm-Gerät bereits im ersten Jahr der Zugehörigkeit zur U 20 ebenfalls erreichen. Dafür sprechen die mit dem schwereren Gewicht bereits erzielten 46,67 m in Fürth.

Luis Andre (MT) hatte als Überflieger der letzten Jahre im Schülerbereich mit dem Übergang auf die schwereren Gewichte der männlichen Jugend U 18 zu kämpften. Der sechste Rang in Rostock im Diskuswerfen (1,5 kg: 50,58 m) waren das beste Resultat. Für Weitspringerin Josephine Otto (Bad Zwesten/LAV Kassel) war es ebenfalls ein Durchgangsjahr. 5,78 m wurden als größte Weite notiert. Nach ihrem Wechsel zum Wiesbadener LV wird die 16-Jährige jetzt von Nachwuchs-Bundestrainer Peter Rouhi persönlich trainiert. In der Hallensaison sind lediglich einige Sprints geplant.

Paul Kirschner (TuSpo Borken) bleibt ein Muster an Beständigkeit. 53,36 Sekunden reichten dem Christophorusschüler aus Sachsenhausen bei der Hessischen Jugend-Meisterschaft in Gelnhausen zur erfolgreichen Titelverteidigung über 400 Meter der männlichen Jugend U 20. Beständigkeit zahlt sich auch bei Mittelstreckler Nick Frölich (Ermetheis/KSV Baunatal) mit den Siegen über 800 Meter (2:01,10) sowie über 1500 Meter (4:11,67) der U 18 aus.

 „Dienstjahre“ in der Leichtathletik sahen die Geschwister Hinz aus Guxhagen ebenfalls belohnt. Linnea Hinz hatte in Gelnhausen als Startläuferin Anteil an der Klassezeit von 48,90 Sekunden der siegreichen 4 x 100-Meter-Staffel des LAV Kassel. Schwester Merle Hinz (4268 P.) schmückte sich bei der Landes-Meisterschaft der Mehrkämpfer in Darmstadt mit der Krone im Siebenkampf der Frauen. Mit dem HLV-Meisterwimpel im Straßenlauf (10 km/ 39:28) avancierte Maybritt Böttcher (MT/U 18) zur Aufsteigerin des Jahres.

Keine Jahresbilanz ohne die Senioren. Mit Gold im DLV (Stabhoch) sowie mit fünf Landes-Meisterschaften bleibt Basilius Balschalarski (TB/M 75) der Medaillenhamster der Alterssportler. Silber und Bronze auf Bundesebene erkämpften Hans-Gerrit Auel (SC Steinatal/M 50/800 m: 2:16,11) sowie Jutta Pfannkuche (MT/W 60/Hoch: 1,32 m).     (zct)