Straßenläufe und HM Berglauf

  21.09.2026    Kreis Schwalm-Eder

Treysa, 19.09.2026 - Das war ein hart umkämpfter Sieg. Erstmals hat Florian Orth (ESV Jahn Treysa) den Altstadt-Run des Treysaer Traditionsvereins über 7000 Meter mit Start und Ziel am historischen Marktplatz gewonnen. Es war zudem das sechste Rennen im Schwalm-Eder-Cup. In 24:07 Minuten stürmte der Olympiastarter von Rio 2016 über die Ziellinie. „Dieser Erfolg in meiner Heimatstadt war mir wichtig“, sagte Orth, der vor einem Jahrzehnt 13 deutsche Meistertitel über die Mittelstrecke sowie im Crosslauf gewann.

„Doch es war ein hartes Stück Arbeit. Nach der Aufgabe des Äthiopiers Gebri Tewelde (Laufteam Kassel), der 2023 hier bereits gewonnen hat, konnte ich mich erst in der fünften von sieben Runden mit einem energischen Zwischenspurt am Berg freilaufen und den Vorsprung bis ins Ziel verteidigen“, sagte der heutige Zahnarzt und freute sich zudem über den Sieg von Tochter Leyla im Rennen der Bambini.

Auf dem zweiten Rang Cupverteidiger Max Leinweber (Felsberg/TSV Niederelsungen) in 24:25 Minuten, der damit seine Chancen auf eine erfolgreiche Verteidigung der Schwalm-Eder-Trophäe erhöhte. Noch immer führt Martin Herbold (TuSpo Borken/25:36) mit einem Lauf mehr als Dritter der Tages-Wertung die Serie an. Auf den Plätzen mit Vorjahressieger Timo Bach (SC Steinatal/26:48) sowie mit Falk Jany (TuS Fritzlar/27:08) und Robert Link (ohne Verein/27:08) alte Bekannte der heimischen Laufszene.

Kein langes Federlesen mit der Konkurrenz macht derzeit Charlotte Brixius (ohne Verein). Mit ebenfalls 7000 Metern stand in der Schwalm die längste Cup-Distanz der Frauen auf dem Programm. In 28:13 Minuten landete die Sportwissenschaftlerin aus Schwalmstadt ihren fünften Sieg in Folge und hat damit bereits vorzeitig die Cupwertung gewonnen.

Mehr als vier Minuten betrug ihr Vorsprung vor Johanna Degenhardt (TB/32:36). Dahinter mit Laura Isabell Schuchardt (oV/28:13) und Elena Schreiner (SC Neukirchen/33:48) zwei neue Gesichter im Schwalm-Edercup. Ralph Hassenpflug (TSV Remsfeld/ 30:45) war in der Ü 60 eine Klasse für sich. In 11:50 Minuten trumpfte Tristan George (Ascherode) im Firmenlauf über 3000 Meter auf.

Im Vorjahr war Luana Krudewig (ESV) das schnellste Mädchen über 1000 Meter. In die weibliche Jugend aufgerückt triumphierte die Schwalm-Gymnasiastin aus Wasenberg auf Anhieb in 12:14 Minuten über 3000 Meter und hängte selbst die gleichaltrigen Jungen ab. Die ESV-Talente Sebastian Kröning (3:35) und Milla Fenner (3:32) liefen die schnellsten Zeiten in den Nachwuchs-Rennen über 1000 Meter. Trotz des Marathons in Kassel freute sich Organisator Timo Beckmann über 287 Starter. 

Die Klassensieger im Cup:

7000 Meter: Männer: Gesamt: Florian Orth (ESV) 24:07 Minuten. M 20: Tristan George (SVA) 27:27. M 40: Timo Bach (SCS) 26:48. M 50: Robert Link (oV) 27:08. M 60: Ralph Hassenpflug (RE) 30:45. Frauen: Gesamt: Charlotte Brixius (oV) 28:13. W 20: Laura Isabell Schuchardt (oV) 32:58. W 40: Johanna Degenhardt (TB) 32:36. W 50: Angelika Matthe` (Gei) 39:48. W 60: Sabine Beckmann (Michelsberg) 35:30.

3000 m: MJU 20: Morteza Mahmudi (oV) 16:11. MJU 18: Jonas Meuschke (oV) 12:16. WJU 18: Juana Krudewig (ESV) 12:14. M 70: Günter Kistner (Gei) 15:37. M 80: Peter Kalbfleisch (VFB) 30:19.

1000 m: MJU 16: Sebastian Kröning (ESV) 3:35. MJU 14: Justus Jung (OSG) 3:37. MKU 12: Valentin Elias Schmidt (ESV) 3:39:  MKU 10: Emil Ickert (Grundschule ZIG) 4:01. WJU 16: Milla Fenner (ESV) 3:32. WJU 14: Mahlet Samuel Tesfagergis (ESV) 3:59. WKU 12: Gina Strangmeyer (TSV) 4:06. WKU 10: Mia Strangmeyer (TSV) 4:23.

 

Abterode  – Stark war der Auftritt der Masters des Schwalm-Eder-Kreises bei der Hessischen Berglauf-Meisterschaft der Leichtathleten am Meißner. Auf dem 9,4 Kilometer langen Weg vom Start im Meißner-Ortsteil Abterode hinauf zum Meißner-Hochplateau waren im Dauerregen des Sonntags (13.09.26) 430 Höhenmeter zu bewältigen.

In 49:43 Minuten gewann Michael Imming (TSV Obervorschütz) erstmals den Titel in der M 55 und lief bis auf fünf Sekunden an seine letztjährige Siegerzeit in der M 50 heran. Doch es war eine knappe Sache. „Peter Groß (SV Dodenhausen) hat mich zwei Kilometer vor dem Ziel eingeholt“, sagte der mehrfache Landesmeister, der bereits Titel zwischen 3000 Meter und Halbmarathon gewonnen hat. „In dem Moment hatte ich das Gefühl, dass mir nicht mehr genügend Kraft bleibt, um ihm noch einmal entscheidend wegzulaufen. Deshalb habe ich mich darauf konzentriert, das Rennen auf einen Zielsprint ankommen zu lassen – und das hat geklappt“. 

„Mit dem Regen hatte ich keine Probleme, dieses bin ich vom Nordhessencup gewohnt“, berichtete Nora Ruppert (MT) und stürmte in 58:09 Minuten zum Sieg in der W 30. Dabei bezwang die Tochter der mehrfachen Senioren-Weltmeisterin Tanja Ruppert Alina-Marie Herbold (Eschweger TSV/61:25) um mehr als drei Minuten. Erst einen Tag zuvor stand die zweifache Mutter beim Kreissparkassencup in Melsungen über 3000 Meter im Sieger-Team der MT. 

„Meine Konkurrentin habe ich bereits auf dem ersten Kilometer eingesammelt. Doch der Wind hat viele Körner gekostet“. Dennoch  freute sich Nicole Ramus (Geismar/TSV Niederelsungen/ W 55/60:39) über ihre bereits neunte Landes-Meisterschaft. Der dritte Rang von Jonas Merk (MT) in 47:42 Minuten über die gleiche Distanz der männlichen Jugend U 18 vervollständigt die heimische Bilanz.

 

Niedermeiser  – Alte Hasen sowie eine Einsteigerin prägten mit fünf Klassensiegen das Geschehen der heimischen Athleten beim vorletzten Durchgang der 18 Rennen umfassenden Nordhessencup-Serie der Leichtathleten im Liebenauer Stadtteil Niedermeiser am 12.09.26. In 1:44:21 Stunden bestätigte Reiner Belz (TSV Jahn Gensungen) als Erster im Langstrecken-Rennen über 18 Kilometer der M 65 seinen bereits feststehenden Pokalsieg und zog Reiner Geher (TSV Rot-Weiß Körle/1:47:30) auf den zweiten Rang mit.

Die schnellsten Zeiten aus heimischer Sicht liefen hier Moritz Wiegand (MT/1:29:12) als Dritter der M 40 sowie Hans-Gerrit Auel (SC Steinatal/1:30:26) als Zweiter der M 55. Erst seit dem Frühjahr ist Anne Hummel (TuSpo Borken/W 40) im Cup aktiv und landete in 1:45:58 Stunden den ersten Tagessieg. Über 10 Kilometer verbesserte sich Dirk Blumenstein (SBR Spangenberg/M 55) in 53:57 Minuten in der Serie auf den vierten Rang. Als Zweiter der M 70 kam Masters-Athlet Günter Kistner (TSV Geismar/62:59) nicht an Gurbajan Singh (LT Hofgeismar. 

Trotz 17:35 Minuten gab es für Mathis Heinemann (TSV Obervorschütz) als Gesamt-Zweiter über fünf Kilometer eine empfindliche Niederlage gegen den Jugendlichen Linus Klinge (MTV Vernawahlshausen/17:18). Besser machte es Martin Herbold (TB) und stürmte in 18:33 Minuten an die Spitze der M 35. Als Zweiter der M 55 in 21:51 Minuten zog Holger Gumbel (OV) in der Serie an Rene` Wildner (MT) vorbei.

Erst Ende Mai stieg Rene Altmann (OV/22:47) in das Nordhessencup-Karussell ein und kann in seiner Aufholjagd die Medaillenränge der M 50 noch erreichen. Dazu hat der Rettungssanitäter aus Besse beim Finale in Warburg noch einmal Startzwang. Diesen Stress hat Richard Strack (SV Lohre) nicht und steht als Erster der M 65 in 23:29 Minuten bereits seit Mitte Juni als Seriensieger seiner Altersklasse fest. Mit neun Tagessiegen ist der Routinier aus dem Felsberger Startteil der erfolgreichste Starter des Jahres.

Text und Fotos: Lothar Schattner

HLV-Partner